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Dienstag, 28. März 2017

Psychotherapie und Religiosität/Spiritualität

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Datum, OrtFreitag, 25. August 2017 in Zürich
Beschreibung des
Workshops
Psychotherapie und Religiosität/Spiritualität
Der Stellenwert von Religiosität und Spiritualität für die Psychotherapie hat sich in den letzten 20 Jahren verändert. Während bis in die 1980er Jahre fast ausschließlich die problematischen und pathologischen Aspekte von Religion im Fokus standen, wurden neuerdings in zahlreichen empirischen Studien auch Belege für einen positiven Zusammenhang von Religiosität/Spiritualität und Variablen psychischer Gesundheit veröffentlicht und auf die psychotherapeutische Praxis bezogen.  Es gibt zudem Hinweise dafür, dass praktisch tätige Psychotherapeuten eine größere Offenheit für diese Themenfelder entwickelt haben als bislang gedacht, sie sich aber nur unzureichend für den konkreten Umgang damit ausgebildet fühlen.
Der Kurs soll genau in diesem Bereich ansetzen und den Teilnehmern Kompetenzen vermitteln, mit existenziellen Konflikten und Transzendenzfragen professionell umzugehen.
Eine Auswahl möglicher Themen und Kursbausteine:
1. Verhaltenstherapie und Spiritualität - Einführung in ein kompliziertes Verhältnis
2. Religion: Risiko oder Ressource für die Gesundheit?
3. Religiöses Coping - Von den empirischen Befunden zur therapeutischen Praxis
4. Selbsterfahrungselement: Gewahrwerden des eigenen religiösen/spirituellen/atheistischen usw. Gewordenseins und möglicher Auswirkungen auf die therapeutische Haltung
5. Erstellung einer spirituellen Anamnese und Einsatz psychodiagnostischer Verfahren im Bereich Religiosität/Spiritualität
6. Religionspsychopathologie: Umgang mit religiösen Inhalten bei psychischen Störungen
7. Pro und Contra zum Einsatz spiritueller Interventionen
8. Dankbarkeit und Vergebung: Stiefkinder psychotherapeutischen Handelns ?
9. Entstehung und Therapie dysfunktionaler Gottesbilder (mit Bezug zur religiösen Bindungsforschung)
10. Verhaltenstherapeutische Interventionen bei hochreligiösen Patienten
Fallbeispiele der Kursteilnehmer können gerne eingebracht werden. Videobeispiele und Kleingruppenarbeit wechseln sich mit Fokusreferaten und Gruppendiskussionen ab.
ReferentProf. Dr. Henning Freund, Studium der Psychologie und Europäischen Ethnologie, 14 Jahre Tätigkeit als Psychologischer Leiter der Tagesklinik Hohe Mark in Frankfurt/M
Seit 5 Jahren Studienleiter des berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengangs M.A. Religion und Psychotherapie an der Evangelischen Hochschule in Marburg
Psychologischer Psychotherapeut und Supervisor (Verhaltenstherapie) in eigener Praxis in Heidelberg
AnerkennungKann bei der FSP als Fortbildung angegeben werden (8 Arbeitsstunden), das Veranstaltungsprogramm der SGVT ist als Fortbildung SGPP anerkannt (6.5 Credits), SAPPM (7 Credits)
Teilnehmerzahlbis zu 20 Personen
Anmeldeschluss28.07.2017
KostenFr. 200 für SGVT-Mitglieder, Fr. 270 für Nicht-Mitglieder
Arbeitsstundeninsgesamt 8 Arbeitsstunden à 50 Min, 9.00 Uhr - spätestens 18.00 Uhr

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