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Samstag, 31. Juli 2010

Abhängigkeitserkrankungen, Sucht

Inhalt

Was ist eine Sucht?
Was ist eine Abhängigkeit von Substanzen?
Symptome

Mögliche Formen der Störung
Wie entsteht diese Störung?
Wie wird diese Störung behandelt?
Fakten

Literatur-Hinweise

Was ist eine Sucht?

Süchtig, respektive abhängig kann eine Person von Substanzen (Drogen) wie Nikotin, Alkohol, Medikamenten (z.B. Temesta, Seresta, Xanax, Valium etc.), sowie Opiaten (Heroin, Morphium, Methadon), Kokain, GHB/GBL, Cannabis und Amphetaminen werden.

Substanzen wie Ecstasy, LSD, Psilocybin entwickeln nach regelmässiger, täglicher Einnahme eine Habituation, d.h. die Substanz wirkt nicht mehr. Es muss erst eine Konsumpause eingelegt werden, bis die Einnahme der Substanz wieder eine Auswirkung hat.

Es können auch Abhängigkeiten/Sucht (z.B. Spielsucht, Kaufsucht) entstehen, welche nicht an Substanzeinnahmen gebunden sind.

Fragen und verschiedene Aspekte, ob Sie selbst, Ihr Kind oder Angehörige betroffen sein könnten, finden Sie unter www.sucht-info.ch (Sucht Info Schweiz): "Es ist schwierig festzustellen, ob jemand tatsächlich ein Drogen- oder Alkoholproblem hat. Manchmal ist es auch schwierig zu wissen, wo man mit seinem eigenen Konsum steht, wo die Grenze zwischen genussorientiertem Freizeitkonsum und problematischem oder gar abhängigem Konsum liegt. Aber es lohnt sich ganz bestimmt, sich (zum eigenen Konsum oder zu dem von Nahestehenden) die entsprechenden Fragen zu stellen." (aus der Webpage sfa-ispa)

Was ist eine Abhängigkeit von Substanzen?

Eine Abhängigkeit von Substanzen ist, wenn

Bei einer Abhängigkeit besteht ein Zusammenwirken von psychischen und körperlichen Effekten.

Symptome

Eine Sucht/Abhängigkeit besteht dann, wenn die betreffende Person ohne die Einnahme der Substanz/Droge massives Unwohlsein, teils Schmerzen etc. und einen Drang verspürt, unbedingt die Substanz/Droge zu konsumieren.

Zu den körperlichen kommen die psychischen Entzugssymptome hinzu.

Mögliche Formen der Störung

Eine Abhängigkeit von Substanzen äussert sich dadurch, dass die Person sich zu regelmässigem Konsum gezwungen fühlt. Dass heisst, dass die Person zentral besorgt ist, dass sie die Substanz zur Verfügung hat, wenn sie sie braucht (Lager anlegen, Beschaffung in Geschäften, über Arzt, oder über illegalen Markt). Und dass die Person zumindest wenn Entzugserscheinungen auftreten, den Drang hat die Substanz einzunehmen.

Eine Abhängigkeit  kann zu Arbeitsplatzverlust, körperlichen Erkrankungen, finanziellen Problemen, Verschuldung und Verlust von Partner, Freunden etc. führen.

Wie entsteht diese Störung?

Seit jeher konsumiert der Mensch Genussmittel (Alkohol, Rauchwaren, Pflanzen mit psychischen Auswirkungen). In der Medizin hat der Mensch auch pflanzliche Substanzen zur Verfügung, um Leiden zu vermindern (z.B. Opium zur Schmerzbekämpfung, Beruhigung).

Wenn nun eine Person Genussmittel vermehrt und ausserhalb von geregelten Anlässen konsumiert und sich dazu ein Kreislauf zu etablieren beginnt, dass langsam auftretende Entzugserscheinungen mit erneutem Substanzkonsum aufgefangen werden, entsteht eine Abhängigkeit. Ebenfalls kann aufgrund von persönlichem Unwohlsein ein Druck zu einer Substanzeinnahme entstehen (sich lockerer, entspannter, energievoller, selbstbewusster etc. fühlen), der zu einer immer grösseren und öfteren Einnahme und somit zu einer Abhängigkeit  führen kann.

Wie wird diese Störung behandelt?

Es ist zu bemerken, dass oft eine längere Zeit einer Abhängigkeit  besteht, bis sich die Person aufgrund immer stärkeren Problemen (gesundheitlich, finanziell oder im privaten Umfeld) in eine Behandlung begibt.

Es muss am Anfang einer Behandlung abgeklärt werden, was die abhängige Person möchte und ob eine ambulante oder eine stationäre Behandlung angezeigt ist. Je nach Situation und Abhängigkeit ist eine Entzugsbehandlung nicht ohne ärztliche Behandlung (z.B. bei Alkohol, GBH/GBL, Medikamenten) oder für eine gewisse Zeit eine konsequente Abschirmung (z.B. Kokain, Opiate, zusätzliche Depressionen etc.) durchführbar.

Fakten

Zahlen und Fakten zu Konsum und Abhängigkeit von Alkohol, illegalen Drogen und Medikamenten in der Schweiz finden Sie unter www.sucht-info.ch  (Infos und Fakten) Sucht Info Schweiz.

Literatur-Hinweise

Internet-Links

Beratungs- und Behandlungsadressen je nach Stadt und Kanton:

www.sucht-info.ch Sucht Info Schweiz

externer Link folgtwww.bag.admin.ch Schweiz. Bundesamt für Gesundheit

www.eve-rave.ch

www.erowid.org

Link zur Adresse der Autorin

Dr.phil. C. Fischer Hassan
Psychiatrische Universitätsklinik Zürich
Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen
Selnaustrasse 9
8002 Zürich

Tel. 044/205 58 00
carolafi@dont-want-spambluewin.ch

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Die letzte Aktualisierung dieses Dokuments erfolgte am 26. Juli 2010