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Samstag, 31. Juli 2010

Burnout

Inhalt

Was ist ein Burnout?
Symptome von Burnout
Wie entsteht ein Burnout?
Wie wird ein Burnout behandelt?
Präventionsmöglichkeiten
Literatur-Hinweise

Was ist ein Burnout?

Das Burnout-Syndrom ist ein bis heute schwer definierbares Phänomen. Es bezeichnet einen mit der Arbeit verbundenen Zustand innerer Leere und des „Ausgebranntseins“ nach totaler psychischer und körperlicher Verausgabung. Er ist in erster Linie durch Erschöpfung gekennzeichnet. Der Betroffene hat das Gefühl, seine „Batterien“ seien leer. Die Fähigkeit, die eigenen Leistungsquellen in kurzer Zeit wieder aufzufüllen, kommt abhanden. Dazu kommen Unruhe, Anspannung, ein Gefühl reduzierter Effektivität, gesunkener Motivation und die Entwicklung nicht hilfreicher Einstellungen und Verhaltensweisen bei der Arbeit.

Ein Burnout-Syndrom entsteht nicht von heute auf morgen sondern entwickelt sich schleichend. Hohe Stressbelastbarkeit, Flexibilität, Frustrationstoleranz und Leistungsfähigkeit sind Verhaltensweisen, die in der heutigen Arbeitswelt notwendig sind. Oft werden sie explizit gefordert, um den Job überhaupt zu bekommen. Der Übergang von einer gesunden work-life-Balance zum Burnout-Syndrom ist deshalb fliessend und wird von der Umgebung meist früher bemerkt als vom Betroffenen selbst.

Das Risiko an Burnout zu erkranken, hat in den letzten Jahren zugenommen. Besonders gefährdet sind engagierte Mitarbeiter, die mit Spass bei der Arbeit sind. Mangelnde Wertschätzung, zu wenig Gestaltungsmöglichkeiten, Zeitdruck und zu hohe Arbeitsbelastung führen dazu, dass sich sehr viele abends leer und ausgebrannt fühlt. Nachdem früher vor allem Personen aus helfenden Berufen betroffen waren, tritt Burnout mittlerweile in allen gesellschaftlichen Schichten auf bis zu Hausfrauen oder Bauern. Dass es Manager häufiger trifft als andere Berufsgruppen gilt als widerlegt.

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Symptome von Burnout

Erschöpfungszustände werden begleitet von verschiedenen Symptomen:

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Wie entsteht ein Burnout?

Ein Burnout-Syndrom entsteht nie aufgrund eines einzelnen Stressfaktors. Es bedarf immer mehrerer Stressoren über längere Zeit, meist einer Kombination arbeitsbedingter und persönlicher Belastungen. 

Am Anfang einer Burnout-Entwicklung steht das Über-Engagement in einem oder mehreren Lebensbereichen (Beruf, Freizeit und Familie): Es brennt vor Allem aus, wer vorher „Feuer und Flamme“ war. Meist trifft es daher die ehrgeizigen Karrieristen und die besonders sozial Engagierten. Der Glaube, dass sich der Wert als Mensch alleine aus Leistung ergibt, führt in einen Teufelskreis. Überstunden werden dadurch zur Regel, wodurch die eigenen und die nichtberuflichen Bedürfnisse immer weniger gelebt werden. In den späteren Phasen sind  Verhaltensänderungen offensichtlich: Kritik wird abgewehrt, die Arbeit selbst verliert an Kreativität und wird immer unflexibler. Am Ende wird das Verhalten dominiert durch das Gefühl der Sinnlosigkeit und des Desinteresses an der Arbeit. Die Motivation liegt am Boden, das Gefühl totaler Erschöpfung überwiegt. Es folgen Depressionen bis hin zu existenziellen Ängsten verbunden mit Suizidgedanken.

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Wie wird ein Burnout behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach den Ursachen und muss von einer Fachperson individuell angegangen werden. Abgeraten wird vor Eigenmedikationen mit Schlafmitteln, da diese schnell in eine Abhängigkeit führen können.

Psychische Ebene

Burnout-Betroffene müssen vorerst einmal wieder zur Besinnung kommen. Dies bedingt häufig, dass man den Patienten aus seinem angestammten Umfeld nehmen und ihm die Möglichkeit geben muss, vermehrt auf sich selbst zu achten, zu sich zu finden und sich zu fragen: „Was will ich eigentlich?“ Viele müssen erst ihre Lust auf das Leben neben der Arbeit wieder entdecken. Achtsamkeit und körperliche Sensibilität sind geeignete Mittel, drohende Überforderung frühzeitig zu erkennen und Gegenmassnahmen einzuleiten. Körperliche Symptome wie Müdigkeit, Energielosigkeit oder Verspannung, die den Burnout-Prozess begleiten, können dadurch rechtzeitig wahrgenommen werden. Zusätzlich ist auch an Sport (keine Wettkämpfe!), Entspannung, Meditation, aber auch an Gartenarbeit oder lange Spaziergänge zu denken: Bewegung sorgt für körperliche Müdigkeit und guten Schlaf. Der grösste Teil der Gedanken von Burnout-Betroffenen kreist ständig um die gleichen, problematischen „Lieblingsthemen“. Um sich aus diesem Kreislauf lösen zu können ist eine professionelle Psychotherapie sinnvoll. Ziele sind die Entwicklung hilfreicherer Gedanken und die Fähigkeit „Nein“ sagen zu können.

Somatische Ebene

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Präventionsmöglichkeiten

Eine der  Grundregeln lautet: Auf seinen Körper hören. Dies bedeutet ausreichend schlafen, gesund essen, sich häufig bewegen, sich Zeit für sich nehmen, Pausen während der Arbeit einlegen und lernen „Nein-zu Sagen“. Überdies verhelfen Abwechslung und soziale Kontakte zu einem ausgewogenen Spannungs- und Entspannungserlebnis.

Zur Verbesserung der Arbeitssituation helfen klare Abmachungen: Stellenbeschrieb, transparente Informations- und Entscheidungswege, Aufklärung über die Geschäftsgänge etc. Dies verhindert Über- oder Unterforderung. Spekulationen über einen eventuellen Arbeitsverlust können so zum Vornherein ausgeräumt werden. Im Interesse des Betriebes und der Mitarbeiter sollten präventiv regelmässige, anonyme  Umfragen unter den Mitarbeitern stattfinden, um herauszufinden, ob Risikofaktoren für Burnout im Betrieb vorhanden sind.

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Literatur-Hinweise

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Internet-Links

externer Link folgtwww.swissburnout.ch

Link zur Adresse des Autors

lic. phil. Andi Zemp
Fachpsychologe für Psychotherapie FSP
Verhaltenstherapeut SGVT
Privatklinik Wyss AG
Fellenbergstrasse 34
3053 Münchenbuchsee
031 868 33 90
079 397 71 00

externer Link folgtwww.privatklinik-wyss.ch
andi.zemp@dont-want-spampsychologie.ch

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Die letzte Aktualisierung dieses Dokuments erfolgte am  3. Februar 2009