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Samstag, 31. Juli 2010

Fütter- und Essstörungen

Inhalt

Was versteht man unter einer Fütterstörung?
Was ist normal?
Wie kann eine Fütterstörung erkannt werden?
Weitere Leitsymptome einer Fütterstörung
Was können Eltern tun?
Was tut ein Psychologe oder eine Psychologin?
Fakts und Zahlen
Literaturhinweise

Was versteht man unter einer Fütterstörung?

Fütterstörungen gehören wie Schlaf-, Gedeih- und Schreistörungen zu den frühkindlichen Regulationsstörungen. Die genannten Störungen treten oft gleichzeitig auf, so dass Kinder mit Fütterproblemen oft auch unter exzessivem Schreien und Schlafproblemen leiden. Kleinere Probleme beim Füttern kommen im Säuglingsalter häufig vor und sind als Entwicklungsschritt für viele Kinder normal. Eine über längere Zeit bestehende oder sehr starke Fütterstörung ist jedoch unbedingt ernst zu nehmen, da sie beim Kind schnell zu gesundheitlichen Folgen und bei den Eltern zu einer starken Belastung führen kann.

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Was ist normal?

Alle gesunden Säuglinge nehmen in den ersten Monaten Flüssigkeit durch Stillen oder die Flasche ein. Zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat beginnen die Kinder feste Nahrung zu sich zu nehmen. Ab dem 9. Lebensmonat beginnen sie die Hände, später den Löffel zu verwenden.

Vorübergehende Probleme beim Füttern sind durchaus normal und als Anpassungsphase zu betrachten.

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Wie kann eine Fütterstörung erkannt werden?

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Weitere Leitsymptome einer Fütterstörung:

Hinweis: Jedes Kind, das nicht normal isst oder an Gewicht abnimmt, soll von einem Arzt untersucht werden. Es kann sein, dass das Kind unter einer organischen Erkrankung leidet und deshalb nicht richtig isst. Beispiele für Erkrankungen, die mit einer Fütterstörung einhergehen können, sind Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, Lebensmittelallergien, endokrinologische und neurologische Probleme.

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Was können Eltern tun?

Kleinkinder schreien und weinen aus verschiedenen Gründen: sie haben Hunger, sind müde oder wünschen Aufmerksamkeit. Es gibt auch ganz unterschiedliche Gründe dafür, weshalb ein Kind Schwierigkeiten mit dem Füttern oder Schlafen hat.

Hinweis: Sind Eltern belastet oder hat ein Kind seit mindestens einem Monat kaum zugenommen oder Gewicht verloren, ist es wichtig und hilfreich rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine andauernde Fütterstörung ist eine ernst zu nehmende Störung des Säuglings- und Kleinkindalters.

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Was tut ein Psychologe oder eine Psychologin?

Nach ärztlicher Abklärung erfolgt eine ausführliche Diagnostik, bei der unter anderem die Familiensituation und das Fütterverhalten anhand von Tagebüchern erfasst werden.

Kognitive Verhaltenstherapie:
Kind und Eltern werden darin unterstützt, dass das Kind zunehmend lernen kann, sich angemessen zu ernähren. Folgende Punkte sind wichtige Bestandteile in der Behandlung von Regulationsstörungen:

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Fakts und Zahlen

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Literaturhinweise

Largo, R. L. (2004). Babyjahre. Zürich: Piper-Verlag.Papousek, M., Schieche, M. & Wurmser, H. (2004). Regulationsstörungen der frühen Kindheit. Bern: Huber.

Kutik, C. (2000). Entscheidende Kinderjahre. Ein Handbuch zur Erziehung von Null bis Sieben. Verlag Freies Geistesleben.

Kast-Zahn, A. & Morgenroth, H. (1999). Jedes Kind kann richtig essen lernen. Oberstebrink-Verlag.

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Autorin

Lic. phil. Andrea Suppiger
Unter der Leitung von Prof. Silvia Schneider
Klinische Kinder- und Jugendpsychologie
Missionsstrasse 60/62
4055 Basel

andrea.suppiger@dont-want-spamunibas.ch

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Die letzte Aktualisierung dieses Dokuments erfolgte am 18. Februar 2008