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Donnerstag, 17. Mai 2012

Anorexia Nervosa

Inhalt

Was versteht man unter Anorexia Nervosa (auch Magersucht genannt)?
Was sind die Kennzeichen einer Anorexia Nervosa?
Wann ist ein Kind untergewichtig?
Was sind Ursachen und Auslöser von Essstörungen?
Was tun bei Verdacht auf Anorexia Nervosa?
Wie kann die Anorexia Nervosa behandelt werden?
Fakts und Zahlen
Literaturhinweise

Was versteht man unter Anorexia Nervosa (auch Magersucht genannt)?

Essstörungen sind gekennzeichnet durch Störungen des Essverhaltens. Vor allem bei jungen Frauen in den westlichen Industrienationen (in den letzten Jahren vermehrt auch bei jungen Männern beobachtbar) hat die Anorexia Nervosa in den letzten Jahren sehr stark zugenommen. Da Magersüchtige ihre Essproblematik lange zu verheimlichen versuchen und meist nicht einsehen oder sogar hartnäckig abstreiten, dass sie im Verhältnis zu ihrer Grösse viel zu dünn sind, ist es wichtig, dass Eltern, Lehrer und weitere Bezugspersonen Alarmsignale wahrnehmen und bei fehlender Krankheitseinsicht frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

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Was sind die Kennzeichen einer Anorexia Nervosa?

Weitere Leitsymptome einer Anorexia Nervosa

Es ist zu bedenken, dass nicht jedes zierliche Mädchen magersüchtig sein muss und es nicht immer leicht ist zu erkennen, ob ein Kind an einer Essstörung leidet. Schauen Sie aber auf jeden Fall nicht weg, wenn sie vermuten, dass ein Kind Ess- oder Gewichtsprobleme hat. Wenn es sich um eine Essstörung handelt, bedarf es in jedem Fall fachkundiger Hilfe.

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Wann ist ein Kind untergewichtig?

Ob Untergewicht besteht, ist bei Kindern und Jugendlichen nicht leicht zu erkennen, da die Übergänge von Untergewicht zu Normalgewicht fliessend sind. Eine erste Beurteilung ist anhand des folgenden Links möglich. Liegt der Body Mass Index (BMI) des Kindes über der Perzentilkurve 10 (P10), so liegt Normalgewicht vor. Der BMI des Kindes kann mit Hilfe des nachstehenden Links berechnet werden, die Perzentilkurven für Mädchen und Knaben erscheinen im Anschluss an die Berechnung.

http://ernaehrungsstudio.nestle.de/

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Was sind Ursachen und Auslöser von Essstörungen?

Bei der Entstehung der Anorexia Nervosa wirken verschiedene Faktoren zusammen, die sich gegenseitig beeinflussen. Veranlagung, familiäre Konflikte und gesellschaftliche Einflüsse (z.B. Schlankheitsideal) können eine Rolle bei der Entstehung einer Essstörung spielen. Verschiedene Symptome tragen dazu bei, dass sich eine latent vorhandene Essstörung auch manifestieren und aufrechterhalten kann. Dazu zählen das veränderte Essverhalten, körperliche und psychische Veränderungen sowie der Gewichtsverlust.

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Was tun bei Verdacht auf Anorexia Nervosa?

Aufgrund mangelnder Krankheitseinsicht und schwerwiegender Folgeschäden ist eine medizinische und psychologische Betreuung in jedem Fall notwendig! Da es aber gerade Teil des Krankheitsbildes ist, dass die Krankheit verleugnet wird, macht es keinen Sinn, die Betroffenen zu einem therapeutischen Gespräch zu zwingen. Es ist aber wichtig, dass Sie sich als Eltern bei fehlender Krankheitseinsicht ihres Kindes an eine Beratungsstelle richten und frühzeitig professionelle Hilfestellung annehmen.

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Wie kann die Anorexia Nervosa behandelt werden?

Da die Krankheit durch körperliche und psychische Symptome charakterisiert ist, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Psychologen sehr wichtig. Um den körperlichen Folgeschäden einer Anorexia Nervosa entgegen zu wirken, ist es in erster Linie wichtig, dass die meist stark Untergewichtigen an Gewicht zu nehmen. Essgestörte Patientinnen können in der Regel ambulant behandelt werden. Bei lebensbedrohlichem Untergewicht erfolgt die Behandlung stationär im Spital. Die Effektivität verhaltenstherapeutischer Maßnahmen zur Gewichtssteigerung bei Anorexia Nervosa konnte in einer Vielzahl von empirischen Studien nachgewiesen werden. Langfristig kann eine Normalisierung des Gewichtes und des Essverhaltens aber nur erreicht werden, wenn auch die Ursachen der Erkrankung behandelt werden. Eine Psychotherapie mit Familiengesprächen, Einzelgesprächen und Elternberatung ist in jedem Fall anzuraten.

Therapieziele:

Kognitv-verhaltenstherapeutische Verfahren beinhalten zudem:

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Fakts und Zahlen

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Literaturhinweise

Gerlinghoff, M. und Backmund, H. (2004). Wege aus der Essstörung. Beltz-Verlag.

Gerlinghoff, M. und Backmund, H. (1999). Schlankheitstick oder Essstörung? Ein Dialog mit Angehörigen. Beltz-Verlag.

Gerlinghoff, M. und Backmund, H. (1995). Therapie der Magersucht und Bulimie. Anleitung zu eigenverantwortlichem Handeln. Beltz-Verlag.

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Internet-Link

externer Link folgtwww.sge-ssn.ch: Schweizerische Gesellschaft für Ernährung

Autorin

Lic. phil. Andrea Suppiger
Unter der Leitung von Prof. Silvia Schneider
Klinische Kinder- und Jugendpsychologie
Missionsstrasse 60/62
4055 Basel

andrea.suppiger@dont-want-spamunibas.ch

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Die letzte Aktualisierung dieses Dokuments erfolgte am 18. Februar 2008